MINT-Schwerpunktbildung


Die MINT-Schwerpunktbildung ist im Schulprogramm festgeschrieben.


Die Schulgemeinschaft der Willy-Brandt-Gesamtschule folgt dem Leitbild „WBG – Wertschätzen. Bilden. Gemeinsam“.
Das Schulprogramm setzt sich aus insgesamt acht Leitsätzen zusammen, die wiederum in Leitziele untergliedert sind. Daraus ergibt sich die Verbindlichkeit für alle Mitglieder der Schulgemeinde, die Inhalte der Leitsätze bestmöglich umsetzen.
Sechs der acht Leitsätze stehen in einem engen Zusammenhang mit unserem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt, z.B. den Einstein-Klassen (NW-Profilklassen). Seit dem Bestehen unserer Schule (2018 werden es 30 Jahren) haben etwa ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt mit Einstieg in den 5. Jahrgang gewählt, womit mannigfache Förderungen der MINT-Fächer in Verbindung stehen, die in den folgenden Punkten (insbesondere Punkt 2) näher ausdifferenziert werden. Das Angebot, Schwerpunkte in MINT-Fächern zu setzen, erstreckt sich über die Profilwahl zu Beginn der Schulzeit hinaus auch auf die Wahl für das Wahl-Pflichtfach NW, den ESt-Kurs NW, Vertiefungskurse sowohl in der Sek. I als auch in der Sek. II, die Teilnahme an MINT-AGs sowie an einem MINT-Projektkurs (Details siehe in Punkt 4).
Neben den inhaltlichen Komponenten des Unterrichts liegt besonders in den MINT-Fächern der Fokus auf der Schulung der prozessbezogenen Kompetenzen und hier explizit auf dem Fördern und Fordern jedes Einzelnen. In diesem Zusammenhang sind z.B. die Experimentier-AG, die Roboter-AG, der Projektkurs MINT, die Unterstützung bei Wettbewerbsteilnahmen usw. zu erwähnen.
Um sowohl die praktischen Fähigkeiten als auch das fachsprachliche Können zu üben und zu vertiefen, wird der Unterricht sprachsensibel und unter Verwendung differenzierter Materialien gestaltet, wann immer es möglich ist.

Entsprechend des ersten Leitsatzes bietet die Schule somit unterschiedliche Angebote sowie Lernwege zur Entdeckung und Entfaltung individueller Begabungen und das zu verschiedenen Zeitpunkten der Schullaufbahn (Profilwahl Klasse 5, WP-Wahl Klasse 6, ESt-Wahl Klasse 8, Wahl eines Praktikumsplatzes mit MINT-Schwerpunkt nach Beratung in Klassen 8 und 9 sowie Wahlen von AGs und Projektkursen durchgängig, vgl. Punkte 2 und 4). Im sechsten Jahrgang wird den Schülerinnen und Schülern, die keine zweite Fremdsprache anwählen, neben einer Förderung speziell eine Forderung der Kompetenzen im Bereich der Mathematik in einem Umfang von zwei Wochenstunden zusätzlich zum normalen Stundenkontingent im Fach Mathematik angeboten.

Der Unterricht bildet die Schülerinnen und Schüler darin aus, bewusst und gesund zu leben und dabei Verantwortung für sich und das gesellschaftliche Umfeld zu übernehmen. Dazu lernen sie über die Unterrichtsinhalte hinaus, verantwortungsvoll mit den Ressourcen der Schule umzugehen, z.B. indem sie Recyclingmaßnahmen anwenden, Energie sparend Räume benutzen, Hofdienste durchführen etc. Überdies erlernen und vertiefen bereits die Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs im Rahmen der Gesundheitstage Kompetenzen zu Umwelt- und Gesundheitserziehung sowie im Rahmen von Methodentagen naturwissenschaftliche Arbeitsweisen in den MINT-Fächern. Im schuleigenen Shop „Holzstift“ werden in einer der großen Pausen täglich von Schülern Schulmaterialien aus recycelten Materialien zu fairen Preisen angeboten, wie Collegeblöcke, Hefte, Stifte usw., um u. a. den Blick auf einen ressourcenschonenden Lebensstil weiter zu schulen.

Individuelles Lernen und das Stärken breit gefächerter Kompetenzen für einen bestmöglichen Abschluss (vgl. Leitsatz 3) fördern wir unter anderem durch unsere kontinuierliche Berufsberatung ab dem 8. Jahrgang (vgl. Punkt 7), die durch Kooperationen mit Unternehmen aus dem MINT-Bereich MINT-Berufe aufzeigt sowie durch die Vermittlung von Praktikumsplätzen in diesen Unternehmen verstärkt das Interesse diesbezüglich fördert.
Dabei steht auch das Entdecken und Unterstützen von individuellen Stärken im Vordergrund, die sich bereits im Unterricht herauskristallisiert haben. Weiterhin werden den Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung ab dem neunten Jahrgang Ausflüge zu den Firmensitzen von BP, der GLS-Bank usw. angeboten, um einen Einblick in die dort vorherrschenden Arbeitswelten und Berufsmöglichkeiten zu erlangen (vgl. Punkt 9). Derzeit wird eine Kooperation mit dem zdi, Bayer in Wuppertal sowie ein Projekt mit der NASA vorbereitet, um diese ebenfalls in das Schulprogramm zu integrieren (vgl. Punkt 9).

Für Schülerinnen und Schüler, die die gymnasiale Oberstufe besuchen, werden in jedem Jahr Leistungskurse in Mathematik, Biologie und Chemie angeboten, auch das Fach Informatik kann bis zum Abitur belegt werden.
Insbesondere in den Einstein-Klassen wird ein erhöhter Wert auf den durchgehenden Einsatz naturwissenschaftlicher Arbeitstechniken, wie dem Anfertigen eines Protokolls, dem Lesen mathematischer Darstellungen usw. gelegt. Diese Arbeit wird mit modernen Unterrichtsformen sowie dem Einsatz entsprechender Medien unterstützt. So finden im achten Jahrgang für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend an einem Tag Schulungen in der flexiblen Handhabung von Office-Anwendungen, wie Word, Excel und PowerPoint statt.
Die Sicherheit im Umgang mit naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen schlägt sich auch in der Kurswahl der Oberstufe nieder, viele Schülerinnen und Schüler, die zuvor einen NW-Schwerpunkt hatten, wählen eine oder mehrere Naturwissenschaften an.

Im fünften bis siebten Jahrgang erwerben die Schülerinnen und Schüler durchgehend in allen Klassen den Medienpass zur Schulung des Umgangs mit den einschlägigen Medien sowie zur Sensibilisierung im Umgang mit diesen. Ab dem achten Jahrgang wird ferner im Fachunterricht Orientierung und Unterstützung bei der Berufs- und Studienwahl angeboten, beispielsweise im Fach Technik durch Ausflüge zu Autowerkstätten der KFZ-Innung sowie durch Einblicke in die Tätigkeitsbereiche von (elektro-)technischen Berufen. In der Chemie, der Physik und der Biologie werden unterschiedlichste Ausflüge zum Alfried-Krupp Schülerlabor der Ruhr- Universität Bochum vorbereitet, durchgeführt sowie nachbereitet. Die Besuche entstanden aus der Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum (Näheres vgl. Punkt 10).

Zur Sicherung der Unterrichtsqualität als auch zur Unterstützung der stetigen Professionalisierung bildet sich jede Lehrerin und jeder Lehrer zu fachlichen sowie allgemein pädagogischen Themen an mindestens zwei Tagen im Schuljahr fort (vgl. Fortbildungskonzept). Neben der sprachsensiblen Schulentwicklung und der Berufsorientierung liegt hierbei für die Fachkolleginnen und Fachkollegen der MINT-Fächer ein Schwerpunkt auf der Ausbildung der MINT-Förderung und - Forderung (vgl. Punkt 11 und Fortbildungskonzept).

„Wir gestalten für unsere Schülerinnen und Schüler ein abwechslungsreiches Schulleben mit Angeboten für einen attraktiven Lern- sowie Erfahrungsraum“ (vgl. Leitsatz 4). Hierzu zählt neben dem Angebot von Projekttagen die Schaffung motivierender Lernerfahrungen sowie die Förderung unterschiedlichster Interessen und Begabungen beispielsweise über unser vielfältiges AG-Angebot, die Angebote im Mittagsbereich, die Durchführung von Unterrichtsgängen sowie entsprechenden Fahrtenkonzepten. Hierbei werden die entsprechenden Profile, wie das Einstein-Profil, besonders bei der Planung und Durchführung berücksichtigt, so finden vermehrt Wandertage zur Phänomenta, zu Museen mit naturwissenschaftlichen Schwerpunkten usw. statt.

Im Bereich der AG-Angebote werden zur Förderung der MINT-Interessen u. a. eine Roboter-AG sowie eine Arbeitsgemeinschaft speziell für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger jahrgangsübergreifend angeboten, um die naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen einzuüben und zu vertiefen sowie die divergierenden Wissensstände der einzelnen Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern. In der AG Licht, Sound und Bühnentechnik werden die Schülerinnen und Schüler in der Handhabung von Tontechnik sowie der geeigneten Beschallung entsprechender Räumlichkeiten ausgebildet.
Die Ausbildung von Firewallscouts dient der Schulung der sensiblen Nutzung von Medien, wobei ältere Schülerinnen und Schüler dazu ausgebildet werden, die Jüngeren zu beraten. Im Mittagsbereich steht u.a. die Gestaltung der Außenbereiche im Fokus, so kann in der Garten-AG die Pflege und Gestaltung von Beetanlagen unter Beachtung der Voraussetzungen der einzelnen Pflanzenarten erlernt und erfahren werden.

Das Leitziel der kollegialen Zusammenarbeit (vgl. Leitsatz 5) steht unter der Prämisse der vertrauensvollen Zusammenarbeit und engagierten Umsetzung der gemeinsamen Ziele. Um die Zusammenarbeit zu unterstützen, finden regelmäßig neben den Fachkonferenzen der MINT-Fächer ebenfalls Profilkonferenzen statt, die dem Austausch sowie der Schärfung als auch der Ausformung des Profils und somit der Förderung einer MINT-freundlichen Schule dienen. Im Rahmen der Schuljahresplanung werden mithilfe von Fragebögen, Gesprächen und Feedback-Instrumenten Bedarfe und Wünsche zu Inhalten und zusätzlichen Angeboten ermittelt, evaluiert und gegebenenfalls weiter ausdifferenziert. So entwickeln sich zunehmen auch Zusammenarbeiten mit außerschulischen Lernorten wie aktuell der ökologischen Station am Sorpesee.

Darüber hinaus bestehen viele bereichernde Kooperationen an der Willy-Brandt-Gesamtschule, wobei eine enge Zusammenarbeit mit regionalen als auch überregionalen Partnern aus Bildung, Gesellschaft und Wirtschaft gepflegt wird (vgl. Leitsatz 6.3). Beispielsweise besteht seit vielen Jahren eine Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum, die Roboter-AG pflegt eine enge Kooperation mit der Hochschule Bochum. Ferner bestehen unterschiedlichste Kooperationen mit regionalen und internationalen Unternehmen sowie Verbänden und Organisationen, wie BP, GEA, IHK, HWK, der KFZ-Innung.
Die Erfahrungen aus den unterschiedlichen Kooperationsmaßnahmen werden beispielsweise in unserer Öffentlichkeitsarbeit (Leitsatz Nr. 7), wie der Darstellung im Jahrbuch, auf der Schulhomepage, am Tag der offenen Tür und in Zeitungsberichten der regionalen Presse dargeboten.

Ferner nimmt die Schule regelmäßig an Veranstaltungen und Wettbewerben in Bochum und der Region, beispielsweise mit der Roboter-AG, den EST-Kursen oder den naturwissenschaftlichen Leistungs- und Grundkursen, teil. Am Tag der offenen Tür sowie den unterschiedlichsten Informationstagen und –abenden werden die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern über die vielfältigen Angebote bezüglich der Bildungsangebote, der Schullaufbahn und des Schullebens informiert. Hier wird basierend auf der hohen Schülerzahl, die das NW-Profil besuchen, ein Schwerpunkt auf die Transparenz bezüglich der naturwissenschaftlichen Orientierung gelegt.

Die Stärkung der Schulgemeinschaft (Leitsatz 8) wird u.a. vielfach klassen- sowie stufenübergreifende Zusammenarbeit initiiert. Hierzu gehören neben dem Tag der offenen Tür unterschiedliche Informationstage, die durch die Schülerinnen und Schüler organisiert werden, wie die Präsentation der Miniphänomenta einer sechsten Klasse in den Parallelklassen oder die Zusammenarbeit von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Jahrgänge in den AGs. Schülerinnen und Schüler vom fünften bis zum zehnten Jahrgang arbeiten in der AG zur Förderung des naturwissenschaftlichen Arbeitens zusammen.

 
 

 
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